27. Februar 19:30 – 20:30

Invocation

Im Programm „Invocation“ präsentiert das TRIO vis-à-vis Werke der klassischen zeitgenössischen Musik mit spirituellem und geistlichem Bezug: Texte aus Cántico Espiritual von San Juan de la Cruz, Musik von Giacinto Scelsi, der den Künstler als Vermittler zwischen Mensch und Gott verstand, sowie zwei eigens für das TRIO vis-à-vis komponierte Trios. Diese setzen sich mit der griechischen Mythologie (Helena Cánovas) und mit Mikrotonalität und Obertönen à la Scelsi (Huihui Cheng) auseinander.

 

Eintritt: 10 / 15 / 20 Euro (solidarisches Preissystem), 5 Euro Studierende und Schüler*innen

Karten unter www.frankfurtticket.de oder T 0 69/134 04 00 sowie ab 19.00 Uhr an der Abendkasse

 

 

Programm

 

Giacinto Scelsi (1905–1988) 

Ave Maria

aus dem Three latin prayers (1960), für Sopran Solo

 

Giacinto Scelsi (1905–1988)

Pwyll (1954), für Flöte Solo

 

Huihui Cheng (*1985)

The Tides Soul (2021)

für Sopran, Flöte/Piccolo Flöte und Violoncello 

 

Beat Furrer (*1954)

Invocation VI (2002/2003)

nach Texten von San Juan de la Cruz, aus der Oper Invocation

für Sopran und Bassflöte 

 

Giacinto Scelsi (1905–1988)

Pater Noster

aus dem Three latin prayers (1960), für Sopran Solo

 

Giacinto Scelsi (1905–1988)

Ygghur I

aus Trilogia, I tre stadi dell‘uomo (1965), für Violoncello Solo

 

Helena Cánovas (*1994)

Penelope. Eine Studie über das Warten (2021/2022)

für Sopran, Violoncello und Flöte

 

Giacinto Scelsi (1905–1988)

Alleluja

aus dem Three latin prayers (1960), für Sopran Solo

 

 

Mitwirkende

Petra Arman (Flöte)

Natasha López (Gesang)

Hugo Rannou (Violoncello)

 

 

TRIO vis-à-vis

Das Stuttgarter Neue Musik Ensemble TRIO vis-à-vis wurde 2012 an der Musikhochschule Stuttgart von Marie Louise Lind (Violoncello), Sabine Beisswenger (Flöte) und Natasha López (Gesang) während intensiver Probenarbeiten zu Helmut Lachenmanns Trio-Komposition „temA“ gegründet. Von 2017 bis 2020 hat das Trio in der Besetzung Maria Kalesnikava (Flöte), Hugo Rannou (Violoncello) und Natasha López (Gesang) gearbeitet. Aufgrund der Inhaftierung der Flötistin und Politikerin Maria Kalesnikava im September 2020, bekam das Trio eine neue Besetzung, bestehend aus Guillermo González (Flöte)  – bis 2022 –, und Petra Arman (Flöte)  – ab 2022 –, Hugo Rannou (Violoncello) und Natasha López (Gesang). Seitdem hat sich das Trio dafür engagiert, seine Freundin und Musikerin Maria Kalesnikava durch Konzerte und Veranstaltungen zu unterstützen und sich ihrer politischen Aktion zu widmen.

 

Mit seinem Namen bringt das Ensemble seine enge Zusammenarbeit mit Komponist*innen zum Ausdruck. So erteilt das Trio regelmäßig Kompositionsaufträge für seine besondere Besetzung und widmet sich dem Experimentieren mit Neuem. Die drei Musiker*innen verbindet die Begeisterung für die Musik der Gegenwart, die sie zu kreativen, interdisziplinären und hochaktuellen Projekten führt, die sich mit gesellschaftlichen Themen in Verbindung mit Musik auseinandersetzen. Das Trio arbeitet oft und sehr gerne mit Künstler*innen aus anderen Kunstsparten wie Tanz, Bildende Kunst, Figurentheater, Neue Medien, Schauspiel, etc., um das musikalische und künstlerische Erlebnis zu intensivieren. Außergewöhnliche Projekte und Veranstaltungsorte zeichnen dieses Musikerensemble aus und betonen seine Originalität und Kreativität als Ensemble und als Solist*innen.

 

Das Repertoire von TRIO vis-à-vis umfasst mittlerweile ebenso Werke der klassischen Moderne wie die Musik der Gegenwart und experimentell angelegte Werke. Das Trio arbeitete mit Helmut Lachenmann selbst und führte viele ihrer Besetzung gewidmete Uraufführungen von Komponist*innen wie Claudio Ambrosini, Jesse Broekman, Ulrich Kreppein, Sophie Pope, Remmy Canedo, Huihui Cheng, Alberto Hortigüela, Koka Nikoladze, Silvia Rosani, Alberto Bernal, Nicolai Worsaae, Helena Cánovas i Parés u. a. auf.

 

Das TRIO vis-à-vis hat bei den wichtigsten Festivals und Konzertreihen für Neue Musik gespielt, u. a. bei TonArt Festival Esslingen, bei den Neue Töne Open (Stuttgart), bei den Konzertreihen Südseite Nachts und Der Sommer in Stuttgart von Musik der Jahrhunderte im Theaterhaus Stuttgart, beim Lachenmann PERSPEKTIVEN Festival, beim Vortragsrezital in der Royal Danish Academy of Music (Dänemark), bei der Konzertreihe in Dunkers Kulturhus (Helsingborg, Schweden), beim Suså Festival in Dänemark, beim ECLAT Festival und bei verschiedenen Konzertreihen von S-K-A-M e. V. (Stuttgarter Kollektiv für Aktuelle Musik).

 

Dafür hat das Ensemble die Unterstützung und Förderung von Institutionen und Stiftungen wie dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, LBBW BANK Stiftung, Musikfonds e. V., Landeshauptstadt Kulturamt Stuttgart, Deutscher Komponistenverband (DKV), Stuttgarter Kollektiv für Aktuelle Musik e.V. und Musik der Jahrhunderte e.V.

 

Das TRIO vis-à-vis wird derzeit gefördert durch InSzene, ein Programm vom Podium Gegenwart des Deutschen Musikrates. 

 

 

 

 

 

 

Bildnachweis: Trio vis-à-vis © Martin Sigmund